REQUIEM

2006 – Opernhaus Magdeburg
REQUIEM

Ballet von Gonzalo Galguera.

Musik von WOLFGANG AMADEUS MOZART

Die zweite Hälfte des Jahres 1791 war im Leben Wolfgang Amadeus Mozarts eine sehr arbeitsintensive Zeit: Er befasste sich mit der »Zauberflöte«, seinem Klarinettenkonzert und der »Kleinen Freimaurerkantate« und stellte den erst im Juli 1791 angenommenen Opernauftrag »La clemenza di Tito« fertig. Zudem leitete er am 18. Juli 1791 in Wien eine Messaufführung und wurde acht Tage darauf zum sechsten Mal Vater … – scheinbar wenig Grund und Zeit für Depressionen oder gar Todesphantasien. Dennoch zeigt die persönliche Auseinandersetzung des Komponisten mit der Endlichkeit des Daseins überraschende Einsichten, die sicherlich auch auf schmerzliche Todesfälle in seiner Familie zurückzuführen sind: Schon als 22-Jähriger verlor er seine Mutter, und innerhalb von drei Jahren starben zwei seiner Kinder. Um so mehr erstaunt die Abgeklärtheit der Worte, die Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von 29 Jahren seinem Vater sandte: »Da der Tod genaugenommen der wahre Endzweck des Lebens ist, so habe ich mich seit ein paar Jahren mit diesem wahren, besten Freunde des Menschen so bekannt gemacht, dass sein Bild allein nichts Schreckendes mehr für mich hat, sondern recht viel Beruhigendes und Tröstendes! … Ich lege mich nie zu Bette, ohne zu bedenken, dass ich vielleicht – so jung als ich bin – den andern Tag nicht mehr sein werde.«
Mozart konnte sein »Requiem« nicht mehr vollenden. Er starb am 5. Dezember 1791 im Alter von nur 35 Jahren an »hitzigem Frieselfieber«, und so blieb seine von Franz Graf von Walsegg-Stuppach in Auftrag gegebene Totenmesse in d-Moll ein beeindruckender Torso.

Mit der magdeburgischen philharmonie und Solisten sowie dem Opernchor theater magdeburg.

Choreografie/Inszenierung: Gonzalo Galguera

Musikalische Leitung: Rainer Roos

Bühne: Juan León

Kostüme: Pascale Arndtz

Premiere: 25.11.2006

Choreography: Gonzalo Galguera | Shooting: Peter Hinz | Editing: Peter Hinz
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