Aschenbrödel

ASCHENBRÖDEL

2007 – Opernhaus Magdeburg
ASCHENBRÖDEL

Ballet von Gonzalo Galguera.

Musik von Sergej Prokofjew

Das Aschenbrödel hat ein schweres Schicksal: Es muss hart arbeiten, während seine Stiefschwestern ihr bequemes Leben genießen. Als der Prinz auf Brautschau geht, putzen sich die beiden Stiefschwestern heraus; nur Aschenbrödel muss zu Hause bleiben. Doch eine Fee bringt der Vernachlässigten kostbare Kleider, damit auch sie am großen Ball im Schloss teilnehmen kann. Der Prinz ist so angetan von der Schönheit der Unbekannten, dass er sie zum Tanz auffordert. Wer die Fremde jedoch ist, bleibt ein Rätsel, denn als es Mitternacht wird, verschwindet sie so plötzlich wie sie gekommen ist. Zurück bleibt lediglich ein zierlicher Schuh. Damit macht sich der Prinz auf die Suche nach seiner Herzensdame …
Die Ballettmusik auf das Thema des bekannten Märchens ist eine der bezauberndsten Partituren von SERGEJ PROKOFJEW. Den Kompositionsauftrag erhielt er 1940 vom Leningrader Kirow-Theater. Mitten in der Arbeit am 2. Akt erfuhr er vom Einmarsch der deutschen Armee in die Sowjetunion. Er unterbrach seine Tätigkeit an diesem Ballett für fast zwei Jahre und schuf gänzlich anders geartete Musik, darunter Teile der Oper »Krieg und Frieden«, die 7. und 8. Klaviersonate und die Musik zu Sergej Eisensteins monumentalem Spielfilmepos »Iwan der Schreckliche«. Sergej Prokofjew führte die Kompositionsarbeit an »Aschenbrödel« erst 1943 fort und sagte über seine Musik: »Zur Zeit habe ich dreizehn Stücke vorliegen, ich rechne noch damit, es auf zwanzig zu bringen. Das Moskauer Bolschoi-Theater hat mit der Einstudierung begonnen und die Premiere zum Herbst 1944 angesetzt.« Als Prokofjew seine Komposition beendete, waren es schließlich sogar fünfzig Nummern geworden. Obwohl noch immer der 2. Weltkrieg tobte, fand im Moskauer Bolschoi-Theater, noch vor der Aufführung am Leningrader Kirow-Theater, unter begeistertem Zuschauerjubel die Uraufführung statt.

Choreografie/Inszenierung: Gonzalo Galguera

Musikalische Leitung: Alexander Steinitz

Bühne: Juan León

Kostüme: Pascale Arndtz

Premiere: 26.05.2007

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